Meldung "Bitte Ölstand reduzieren. Werkstatt aufsuchen."

  • Guten Morgen


    nun hat es auch mich erwischt.... Gestern bei 180 auf der Autobahn..... Ölstand reduzieren

    Ich vor schreck erstmal runter, Haube auf, Öl Deckel langsam aufgemacht.. dran gerochen..richt arg nach heißem Ruß

    Dann kurz gewartet, alles wieder zu gemacht und wieder auf die Autobahn, aber in ruhe. Auf der nach Hausefahrt um 23 Uhr dann, bei Tempomatfahrt 120 kam die Meldung wieder


    bin noch nach Hause gefahren und auch wieder Haube auf, Deckel kurz auf und wieder dran gerochen....gleiches Ergebnis

    Auto wird in 2 Wochen 2 Jahre alt und hat 41tkm. ich fahre Hauptsächlich zur Arbeit 20km hin und 20km nach hause. Fahre meist diese Strecken nicht über Land sondern über AB. Die letzten 3 Wochen hab ich ihn kaum bewegt weil ich meinen alten Ateca da hatte und gestern dann dies. Da war ich aber schon knapp 90km auf der AB und insgesamt gestern gute 300km AB


    Muss ich nun zum freundlichen?

    Einfach n Ölwechsel machen lassen?

    Is der Geruch normal?

  • Da du vermutlich vorher nicht kanntest?
    Wie hoch ist er jetzt?


    Ich würde einen Ölwechsel machen lassen, egal wo auch immer.
    Anschließend schauen wie der Ölstand ist.
    In der Folge beobachten, ob er steigt.

  • Hmmm. :/

    Und weist Du was gemacht wurde?
    Öl abgepumpt?

  • OnkelBazi

    Schaue dir deinen Ölstand jetzt an, damit du siehst, ob, wie und wie schnell er sich ändert.

  • Heute morgen war ich beim freundlichen....


    Problem sei bekannt und lieg am 0W20 Öl und der Hitze

    DAS bezweifle ich......

    Das ist mit Diesel verdünntes Öl, kommt von oftmals abgebrochen Regenerierungen des DPF.

    Aufgrund von vielen Kurzstrecken wird er oftmals nicht fertig und probiert es immer wieder.

    Es wird extra spät Diesel eingespritzt um die Abgastemperatur zu erhöhen, bleibt man aber an einer Ampel, oder vielleicht schon am Ziel stehen, dann wird der gerade eingespritzte Diesel vom Kolben in die Ölwanne befördert.

    Zum Thema Kurzstrecke:

    Es ist dabei zu bedenken, dass der Regenerierungsvorgang erst beginnen kann wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist.....also bei meinem Benziner dauert es dann sicher >8km bis das Öl warm ist.....

    2.0TSI Xcellence Granit Grau, 18"Felge Pablo, AHK,VC, el. Heckklappe, Ö Paket mit kl. Navi, Sitze Alcantara schw./Grau, Ass. System 2, Trennnetz...
    Best. mitte Febr 18. Liefert. Mai/Juni 18
    Geliefert am 07.05.18 / Übernahme: 15.05.18 :thumbsup:

  • Ich beobachte meinen Tarraco ziemlich genau, was die Regeneration des DPF betrifft. Sofern ich erkenne das er regeneriert oder es erahne, starte ich eine App und schaue nach.
    Hier mal nur ein Bild, was man dort erkennt.

    Es wird extra spät Diesel eingespritzt um die Abgastemperatur zu erhöhen, bleibt man aber an einer Ampel, oder vielleicht schon am Ziel stehen, dann wird der gerade eingespritzte Diesel vom Kolben in die Ölwanne befördert.

    An der Ampel läuft der Motor weiter, StartStop wird ja bei Regeneration deaktiviert.
    Wobei er aber auch nicht immer in den Freilauf schaltet.

    Zum Thema Kurzstrecke:

    Es ist dabei zu bedenken, dass der Regenerierungsvorgang erst beginnen kann wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist.....also bei meinem Benziner dauert es dann sicher >8km bis das Öl warm ist.....

    Aus meiner Erfahrung, bei meinem Diesel, auch bei einem Kaltstart - nach abgebrochener Regeneration, fängt er sofort mit Ausbrennen an, also er treibt, unabhängig von der Öltemperatur, den DPF Richtung 650°C, wobei das Abgas bei ihm mit etwa 650-700 °C ankommt.

  • Schau Dir mal deine Öltemperatur während deiner Fahrt zur Arbeit an, weil das eigentlich die interessante Größe ist.

    Der Kraftstoffeintrag resultiert aus einer kalten Zylinderwand und der Direkteinspritzung in den Brennraum. Ein gewisser Anteil geht in den Ölfilm über und gelangt durch den Ölabstreifring in das Kurbelgehäuse. Bei der Regeneration ist das Prinzip gleich, nur eben durch die Nacheinspritzung verstärkt. Der Austrag erfolgt durch die Erwärmung des Öl über die Siedetemperatur der einzelnen Fraktionen des Kraftstoffs, die dann über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Ansaugtrakt gelangen. Die Leichtsieder gehen schon 30-40 °C aus dem Öl und sind eher im Ottokraftstoff enthalten. Die Schwersieder benötigen schon 120-140 °C und sind eher im Dieselkraftstoff vertreten, weshalb sie bei normaler Betriebsweise schwierig bis gar nicht aus dem Öl ausgetragen werden können. Hier bleiben einfach die langkettigen Kohlenwasserstoff im Öl. Je mehr Kurzstrecke, desto mehr Kraftstoffeintrag, was beim Diesel zu einer irreversiblen Anreicherung führt.

    Der Diesel ist für Kurzstrecke bzw. kalten Motorbetrieb einfach nicht geeignet. Das ganze hat sich mit der Direkteinspritzung und Regeneration der Abgasnachbehandlung noch verstärkt. Ich habe meine Diesel früher immer auf der Langstrecke >65 km einfacher Weg gefahren, wo die Kaltphase zur Kilometerleistung zu vernachlässigen ist. Nach dem Wechsel meines Arbeitgebers habe ich den Diesel gleich verkauft, weil der bei 26 km einfacher Weg in der Teillast und den paar Prozenten besserer Wirkungsgrad als der Ottomotor nie richtig warm wurde und die Regenerationen zunahmen. Mit meinem aktuellen Fahrprofil würde ich mir keinen Diesel mehr kaufen, weil der nur Probleme machen würde.

    Das Problem ist ja nicht nur die Ölverdünnung, sondern auch die Viskositätsabmahme und die Verkokungen des Ansaugtrakts aufgrund der Kurbelgehäusentlüftung und der geringen Temperatur. Irgendwann hat man überall Ablagerungen, ähnlich Bitumen, die man nur durch Strahlen mit z.B. Walnussschalen entfernt bekommt. Hinzu kommt der Ascheeintrag und den DPF, der u.U. dann nur noch im Ofen ausgebrannt werden kann, bzw. ersetzt werden muss.

  • Ich fahre meinen Diesel die Woche unter nur Kurzstrecke, 14 km zur Arbeit und wieder 14 km zurück. Und da ist das Öl noch nie mehr geworden.

    Letztens beim Ölwechsel bei Seat hat mir der Meister bei der Übergabe auch noch ganz stolz gezeigt, dass die das Öl bis Maximum aufgefüllt haben. 8|:cursing: Vielleicht war beim TE auch ein ach nur zu viel Öl drin?

  • Nicht mehr ist das eine, nicht weniger die andere Seite der Medaille. Der Verbrenner hat in aller Regel immer einen gewissen Ölverbrauch, weil es technisch gar nicht anders geht. Die Frage ist einfach, wie hoch ist der Verbrauch und wieviel wurde durch Kraftstoff ersetzt.

    Die Ölverdünnung hat jeder, mal mehr, mal weniger. Es ist eine Kombination aus Fahrprofil und den Toleranzen, die es aufgrund der Herstellung gibt.

  • Agent07 Viele bemerken keinen Anstieg des Ölstandes weil ja selbst ein gesunder Motor einen Ölverbrauch hat.

    Dieser wird dann durch Dieseleintrag wieder "aufgefüllt".

    Wieviel Diesel statt Öl dann in der Ölwanne tatsächlich drinnen ist kann nur durch eine Ölanalyse festgestellt werden.

    Genau aus diesem Grund gibt es den variablen Ölwechselintervall....bei viel Kurzstrecke erreicht man die 30 000km oder 2Jahre nie.....

    Ich bin diesbezüglich "laienhafter Experte" - ich musste schon mal einen Neuwagen mit DPF nach 1,5 Jahren Kampf verkaufen.....

    Das ist der Grund warum ich Wohnwagen mit Benziner ziehe....

    Mir kommt kein Diesel mit DPF mehr ins Haus, sogar meinen Benziner habe ich noch "schnell" bestellt, bevor der OPF Gesetz wurde....

    Catnova hat es technisch versierter formuliert, im Tenor aber (so meine ich) meinem Kommentar nicht widersprochen....

    2.0TSI Xcellence Granit Grau, 18"Felge Pablo, AHK,VC, el. Heckklappe, Ö Paket mit kl. Navi, Sitze Alcantara schw./Grau, Ass. System 2, Trennnetz...
    Best. mitte Febr 18. Liefert. Mai/Juni 18
    Geliefert am 07.05.18 / Übernahme: 15.05.18 :thumbsup:

  • Mir kommt kein Diesel mit DPF mehr ins Haus, sogar meinen Benziner habe ich noch "schnell" bestellt, bevor der OPF Gesetz wurde....

    Beim Ottomotor ist das nicht ganz so kritisch, aber was man nicht hat, kann auch nicht kaputt gehen.

    Die Direkteinspritzung war schon ein Fortschritt, ist aber von der Funktion in Kombination mit der Abgasnachbehandlung und -rückführung, die der Gesetzgeber auferlegt leider auch mit vielen Nachteilen verbunden.

    Wir hatten vor Jahren einen Motor von einem Hersteller bekommen, der bei kaum Laufleistung komplett verschlissene Zylinderlaufbahnen hatte. So ganz konnte man sich das nicht erklären, bis man mit dem Kunden gesprochen hat und das Fahrprofil kannte. Der ist immer Kurzstrecke gefahren, was nicht die Hauptursache war. Das große Problem war, dass er das Auto permanent aus der Garage gefahren hat, um den Rasenmäher, das Fahrrad etc. aus der Garage zu bekommen. Der Motor immer schön kalt, der Kraftstoff auf die Laufbahn und nach 30s Motor aus. Das war der Tod auf Raten.

  • Peter wie heisst denn die APP von der du den screenshot gezeigt hast?

    Die heißt: DPF Monitor for VAG.

    Dazu ist aber noch ein solches Teil nötig:

    Vgate iCar Pro Bluetooth 4.0... https://www.amazon.de/dp/B071D8SYXN?ref=ppx_pop_mob_ap_share

    Achtung da gibt es auch viele andere, dass Ding schaltet sich aber bei Nichtnutzung ab, dass machen nicht alle.

    Gestern gab es ein Update, jetzt kann die App auch deutsch und ist mit History. Sehr interessant.